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Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:43 PM
13. September 2005, 09:36

Medien müssen Frage nach Gott wach halten



Zur Vermittlung einer am christlichen Menschen- und Weltbild orientierten Werteordnung in den Medien gehöre „auch Mut zum Bekenntnis zur Kirche“, sagte Kardinal Wetter.

München (www.kath.net / ok) Mehr Orientierung an einer Werteordnung statt an Quoten hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, von den Medien in Deutschland gefordert. In der Medienlandschaft würden Stimmen gebraucht, die sich dieser Aufgabe stellten, erklärte der Kardinal am Montag in München. Sie sollten sich nicht von der Quote beherrschen lassen, sondern einer Werteordnung verpflichtet wissen, die dem Wesen des Menschen und seiner Würde entspreche.

Dabei betonte Wetter vor allem die Bedeutung und Notwendigkeit kirchlicher Medien. Zur Vermittlung einer am christlichen Menschen- und Weltbild orientierten Werteordnung in den Medien gehöre Mut, „auch Mut zum Bekenntnis zur Kirche“, sagte der Kardinal. Dieser Mut gehe nicht ins Leere, wie der Weltjugendtag in Köln, Sterben und Tod von Johannes Paul II. und die Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. gezeigt hätten: „Die Stimmen, die Zeugnis geben vom Leben der Kirche, haben Zukunft, und sie werden gebraucht.“

Bei vielen Menschen werde auch das Bild der Kirche von den Medien bestimmt. Der Kirche gehe es dabei nicht nur um das Image einer Institution, sondern vor allem um Fragen, die jeden Menschen am tiefsten berührten. Die Kirche müsse auch durch Medien die Frage nach Gott wach halten und die Menschen zu Gott führen. Davon hingen das Menschenbild und das Verständnis vom Menschsein ab.



www.kath.net/detail.php?id=11456
Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:44 PM
Publikationsdatum: 2005-09-13

Benedikt XVI. dankt katholischen Journalisten und bestärkt sie in ihrem Dienst

"Ad-limina"-Besuch der mexikanischen Bischöfe

CASTEL GANDOLFO, 13. September 2005 (ZENIT.org).- Am Rande der Audienz für die Bischöfe der mexikanischen Erzdiözesen San Luis Potosi und Morelia unterstrich Papst Benedikt XVI. gestern, Montag, die Bedeutung der katholischen Presse und der katholischen Journalisten.

Bei der Begegnung, die in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo 30 km südlich von Rom stattfand, habe sich der Heilige Vater "sehr freundlich, herzlich und menschlich" gezeigt, erklärte Jaime Septién, ein für ZENIT und die mexikanische Tageszeitung "El Observador" tätiger Journalist, der die mexikanischen Bischöfe bei ihrem "Ad-liminia"-Besuch begleitet hatte. "Die katholische Presse und alle Journalisten, die sich dazu entschlossen haben, der Kirche treu zu sein, und dies als wesentlichen Bestandteil ihrer Berufung ansehen, liegen ihm sehr am Herzen. Als der Heilige Vater auf die Arbeit einging, die wir bei El Observador and ZENIT leisten, sagte er ohne Umschweife, dass die Kirche unsere Arbeit dringend nötig hat und dass er sehr dankbar ist für den Dienst der Glaubensverkündigung, den wir durch die Kommunikation leisten", so Septién.

Erzbischof Luis Morales Reyes von San Luis Potosi (69) erklärte seinerseits, er habe dem Papst vorgeschlagen, "eine Enzyklika über das Gebet zu schreiben." Benedikt XVI. habe erfreut erwidert, dass er bereits mehrmals um ein derartiges Schreiben gebeten worden sei.

Abschließend sagte der mexikanische Journalist Septién, dass ihn der Heilige Vater am Ende der Unterredung ausdrücklich bestärkt habe, im journalistischen Bereich weiterzuarbeiten. "Mir und allen anderen, die in katholischen Medien arbeiten, sprach er erneut seinen Dank aus."



www.zenit.org/german/

Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:44 PM
Publikationsdatum: 2005-09-20

Botschaft der Mitglieder der Bischöflichen Europäischen Kommission für die Medien (CEEM) an die Bischöfe Europas

Die Medien "können eine wahrhaftige Chance darstellen, wenn sie verantwortlich und kreativ eingesetzt werden"

WARSCHAU, 20. September 2005 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Schlusserklärung, die die Mitglieder der Vollversammlung der Europäischen Bischöflichen Kommission für die Medien (CEEM) und die Presseattachés und Pressesprecher der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) anlässlich ihres am 18. September zu Ende gegangenen Treffens in Warschau (Polen) verabschiedet haben. Sie erinnern daran, dass eine Kirche, die fern bleibt oder zu entgegenkommend ist, "weder von den Medien, noch von den jungen Menschen respektiert" werde. Aus diesem Grund müsse die Kirche "so auftreten, wie sie wirklich ist": kühn und furchtlos.



* * *



"Das aktuelle Phänomen der sozialen Kommunikationsmittel spornt die Kirche zu einer Art pastoraler und kultureller Erneuerung an (…). Darauf müssen vor allem die Hirten achten" (Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben "Die Schnelle Entwicklung").

Die Kultur der jungen Generation wird durch Kommunikationsmittel geprägt. Die Massenmedien zeigen eine unendliche Vielfalt von unterschiedlichen Wegen zum Glück auf, welchen die Kirche mit einer anderen Lebensart in der Kommunion mit Christus entgegen tritt. Dieses Zeugnis muss in einer Sprache kommuniziert werden, die authentisch ist und jungen Menschen in gleicher Weise zugänglich ist wie die Musik, die über sämtliche Grenzen hinweg verstanden wird.

Was bieten wir jungen Menschen an, um ihren Durst nach Wahrheit, Schönheit, Glauben und Liebe zu stillen? Vermögen wir zu verstehen, was sie uns durch ihre Lebensart, ihre Entscheidungen und ihre Sprache sagen wollen?

Die Kirche ist aufgerufen, den Glauben in die neuen Formen menschlicher Beziehungen einzubringen, die von den Medien geschaffen worden sind. Durch Information, Aus- und Fortbildung, die Entdeckung anderer europäischer Kulturen usw. kann die Kirche der jungen Generation helfen, Europa aufzubauen. Wie die Weltjugendtage beweisen, zeigt sich im Glauben der jungen Menschen das Antlitz Christi.

Die Medien sind ein Geschenk Gottes. Wir müssen sie positiv betrachten und diejenigen respektieren, die in den Medien arbeiten. Die neuen Technologien tragen zum Aufbau neuer Solidargemeinschaften und Freundschaften sowie zu Zeugnis und Ausdruck des Glaubens in der Achtung vor Meinungsunterschieden bei. Sie können eine wahrhaftige Chance darstellen, wenn sie verantwortlich und kreativ eingesetzt werden. Es ist eine Herausforderung, der sich die Kirche stellen muss.

Wir, die Bischöfe und Mitglieder des Bischöflichen Europäischen Komitees für die Medien (CEEM) sowie die mit uns zusammen arbeitenden Experten, Priester, Ordensleute und Laien, Eltern und Jugendliche, fordern die Bischöfe Europas dazu auf,

– die jungen Menschen in die seelsorgerische Arbeit mit einzubeziehen. Ein beträchtlicher Teil der audiovisuellen, musikalischen und Kinoproduktion umfasst Werke großen – wenngleich manchmal impliziten – spirituellen und religiösen Reichtums. Wir müssen diesen Reichtum erkennen und fördern können. Dieses Ziel verfolgen etwa ökumenische Jurys bei Kino- oder Fernsehfestivals. Wir sollten nicht zögern, in solche Gremien auch junge Menschen einzubinden.

– die sozialen Kommunikationsmittel in die Seelsorge einzugliedern, indem wir menschliche und finanzielle Ressourcen in die medienrelevante Aufklärung der Öffentlichkeit einerseits, sowie in die Aus- und Fortbildung derjenigen investieren, die in den Medien arbeiten. Falls die Kirche nicht über die Mittel verfügt, in all diese Felder zu investieren, dann sollte sie sich Prioritäten setzen und Initiativen fördern, die dieselben Ziele verfolgen.

– neue Mittel einsetzen, etwa die Versendung von Einladungen auf Jugendtreffen mittels SMS-Nachrichten, die Teilnahme an Internetforen über relevante Themen, europaweite Werbekampagnen, die Schaffung einer europäischen Webseite in mehreren Sprachen u.ä. Diese Mittel werden es der Kirche ermöglichen, größere Präsenz bei jungen Menschen zu zeigen und zu demonstrieren, dass die Botschaft des Evangeliums ihren Erwartungen durchaus entsprechen kann.

Mit den Worten Christi ermuntern wir Sie: "Habt keine Angst!" Seit Anfang seines Pontifikats hat uns Papst Benedikt XVI. in die Pflicht genommen: Die junge Generation erwartet von uns, dass wir keine Angst vor den Medien haben. Wir müssen dort sein, wo man uns nicht erwartet, wir müssen sprechen, wenn die Kirche dazu aufgerufen ist, an öffentlichen Debatten teilzunehmen, und wir müssen diejenigen unterstützen, die dies bereits tun. Eine Kirche, die fern bleibt oder zu entgegenkommend ist, wird weder von den Medien, noch von den jungen Menschen respektiert. Sie muss so auftreten, wie sie wirklich ist.

Warsaw, 18. September 2005


www.zenit.org/german/visu...?sid=76837
Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:45 PM
Publikationsdatum: 2005-09-29

Das Motto des 40. Welttages der sozialen Kommunikationsmittel 2006 steht fest

Der Papst unterstreicht die Bedeutung der Kommunikationsmittel für die zwischenmenschliche Zusammenarbeit

ROM, 29. September 2005 (ZENIT.org).- "Die Medien – ein Netz der Kommunikation, der Gemeinschaft und der Zusammenarbeit", so lautet das Motto, das Papst Benedikt XVI. für den 40. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel 2006 gewählt hat.

"Dieses Motto, das erstmals unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., für einen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel ausgewählt hat, bringt seine große Wertschätzung für die Eigenschaft der Kommunikationsmittel zum Ausdruck, nicht nur die erwünschten Informationen zu liefern, sondern darüber hinaus die fruchtbare Zusammenarbeit zu fördern", erklärt Erzbischof John P. Foley, Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, gemäß einer heute, Donnerstag, veröffentlichten Presserklärung des Heiligen Stuhls. Die von ihm geleitete vatikanische Einrichtung wird Arbeitsunterlagen und liturgische Hilfestellungen zum Welttagsmotto vorbereiten und den verschiedenen Bischofskonferenzen auf der ganzen Welt zukommen lassen.

Der "Welttag der sozialen Kommunikationsmittel" ist der einzige Welttag, der auf das Zweite Vatikanische Konzil (Inter Mirifica vom 4. Dezember 1963) zurückgeht. Jedes Jahr veröffentlicht der Papst am 24. Januar, dem Festtag des heiligen Franz von Sales, des Patrons der Journalisten und Schriftsteller, eine diesbezügliche Botschaft, die sich stets mit einem bestimmten Schwerpunkt aus dem Bereich Medien und Kommunikation befasst. Das Motto wird üblicherweise am 29. September veröffentlicht, am Festtag der Erzengel Michael, Raphael und Gabriel. Sie sind die Patrone jener Menschen, die im Radio arbeiten. Der Welttag der sozialen Kommunikationsmittel 2005 stand unter dem Motto: "Die Kommunikationsmittel im Dienst der Verständigung zwischen den Völkern".

In den meisten Ländern der Erde wird der Welttag der sozialen Kommunikationsmittel auf Empfehlung der Bischöfe am Sonntag vor Pfingsten gefeiert. Im kommenden Jahr ist das der 28. Mai 2006.

Beim Journalistenempfang zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel am 8. September 2005 in Köln rief Erzbischof Joachim Kardinal Meisner dazu auf, im Ausmaß der jeweiligen Möglichkeiten "an einer weltweiten 'Zivilisation der Gerechtigkeit' mitzuarbeiten". Zuvor hatte er mit Worten Papst Johannes Pauls II. daran erinnert, dass die Medien in der Tat ein großes Potenzial hätten, "Frieden und Brückenschläge zwischen den Völkern zu fördern sowie den fatalen Kreislauf von Gewalt, Unterdrückung und erneuter Gewalt, der heute so weit verbreitet ist, zu durchbrechen".




www.zenit.org/german/
Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:45 PM
24/01/2006 14.18.39



Vatikan: Papst, Medien sind Netzwerk



Medien haben die Macht, "die gesamte menschliche Gesellschaft zu beeinflussen". Das hat Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Welttag der Kommunikationsmittel betont. Doch "im Interesse der ganzen Menschheit" müsse jede Macht gezügelt werden. Medien seien ein Netzwerk, so der Papst. Kommunikation, Gemeinschaft und Zusammenarbeit stellt er in seiner Botschaft an die erste Stelle.

Medien dienen dem Gemeinwohl, und dazu braucht es "Erziehung, Teilhabe und Dialog". Das betont Benedikt und erinnert damit an den Medienbegriff seines Vorgängers Johannes Paul II. Die Kernsätze seiner Botschaft: "Technologische Fortschritte im Medienbereich haben in gewisser Hinsicht Zeit und Raum erobert und Kommunikation zwischen Menschen auch im Fall grosser Entfernungen zum selben Zeitpunkt ohne Zeitversetzung unmittelbar möglich gemacht...Die Gewissen der Menschen zu bilden und ihr Denken formen zu helfen ist niemals eine leichte Aufgabe. Echte Kommunikation verlangt auf Prinzipien gestützten Mut und Einsatz." Journalisten sollten stets ermutigt werden, präzise zu berichten, Sachverhalte vollständig zu erläutern und verschiedene Meinungen fair darstellen. Besonders wichtig sei es, so der Papst wörtlich, "Ehe und Familienleben hochzuhalten und zu unterstützen, eben weil es zu den Fundamenten jeder Kultur und Gesellschaft gehört".

Der Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel steht für den 28. Mai im Kalender. Die Botschaft des Papstes wurde jedoch bereits heute veröffentlicht - am Fest des Journalistenpatrons Franz von Sales.

(rv 24.01.06 bp)

Hier der Text im Wortlaut:


Die Medien – ein Netzwerk für Kommunikation, Gemeinschaft und Kooperation

Liebe Brüder und Schwestern!

1. Es ist mir eine Freude, in zeitlicher Nähe zur 40. Wiederkehr der Abschlusses des II. Vatikanischen Ökumenischen Konzils dessen Dekret über die Sozialen Kommunikationsmittel „Inter Mirifica“ in Erinnerung rufen zu dürfen, das in insbesondere die Macht der Medien, die gesamte menschliche Gesellschaft zu beeinflussen, anerkannt hat. Die Notwendigkeit, jene Macht im Interesse der ganzen Menschheit zu zügeln, hat mich veranlasst, in dieser meiner ersten Botschaft zum Welttag der Kommunikationsmittel kurz über die Vorstellung von Medien als einem Netzwerk, das Kommunikation, Gemeinschaft und Kooperation ermöglicht, zu reflektieren.

Der Hl. Paulus beschreibt in seinem Brief an die Epheser lebendig unsere menschliche Berufung, „Anteil an der göttlichen Natur zu haben“ (cf. Dei Verbum, 2): durch Christus haben wir in einem Geist Zugang zum Vater; daher sind wir nicht länger Fremde und Fremdartige, sondern mit den Heiligen Bürger und Mitglieder im Hause Gottes, die zu einem heiligen Tempel heranwachsen, eine Wohnstatt für Gott (cf. Eph 2, 18-22). Dieses grosse Bild eines Lebens in Gemeinschaft erfasst alle Aspekte unseres Lebens als Christen. Der Aufruf, der Selbstmitteilung Gottes in Christus treu zu sein, ist in der Tat eine Aufforderung, dessen dynamische Kraft in uns zu erkennen, die danach strebt, sich nach aussen gegenüber anderen mitzuteilen, so dass seine Liebe wirklich der vorherrschende Massstab für die Welt werden kann (cf. Predigt beim Weltjugendtag, Köln, 21. August 2005).

2. Technologische Fortschritte im Medienbereich haben in gewisser Hinsicht Zeit und Raum erobert und Kommunikation zwischen Menschen auch im Fall grosser Entfernungen zum selben Zeitpunkt ohne Zeitversetzung unmittelbar möglich gemacht. Diese Entwicklung stellt ein enormes Potential für den Dienst am Gemeinwohl dar und ein „Gut, das geschützt und gefördert werden muss“ (cf. Die schnelle Entwicklung, 10). Wie wir alle wissen, ist unsere Welt jedoch bei weitem nicht vollkommen. Täglich werden wir daran erinnert, dass Unmittelbarkeit der Kommunikation nicht notwendig Entwicklung von Zusammenarbeit und Gemeinschaft in der Gesellschaft heisst.

Die Gewissen der Menschen zu bilden und ihr Denken formen zu helfen ist niemals eine leichte Aufgabe. Echte Kommunikation verlangt auf Prinzipien gestützten Mut und Einsatz. Sie erfordert die Entschiedenheit der Medienschaffenden, nicht unter dem Gewicht der Informationsfülle müde zu werden und sich auch nicht mit partiellen oder provisorischen Wahrheiten zufrieden zu geben. Im Gegenteil ist es notwendig, sich um die letzte Begründung und Bedeutung menschlicher, persönlicher und sozialer Existenz zu bemühen und dies zu verbreiten (cf. Fides et Ratio. 5). Auf diese Weise können die Medien konstruktiv zur Verbreitung all dessen , was gut und wahr ist, beitragen.

3. Der an die Medien von heute gerichtete Aufruf zu verantwortlichem Verhalten – Vorkämpfer der Wahrheit und Förderer des Friedens, der daraus folgt, zu sein – bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Die verschiedenen Instrumente sozialer Kommunikation ermöglichen zwar den Austausch von Information, Ideen und gegenseitiges Verstehen, sind aber von Doppeldeutigkeiten betroffen. Neben dem Begriff eines „grossen runden Tisches“ zum Dialog verursachen gewisse Tendenzen in den Medien eine Art Monokultur, die kreatives Talent dämpft, die Subtilität komplexen Denkens reduziert und die Besonderheit kultureller Verhaltensweisen und religiösen Glaubens unterbewertet. Dies sind Verzerrungen, die sich ergeben, wenn die Medien-Industrie zum Selbstzweck wird oder nur gewinnorientiert arbeitet und den Sinn für die Verantwortlichkeit gegenüber dem Gemeinwohl verliert.

Weiter bedarf es immer steter Ermutigung zu präziser Berichterstattung über Ereignisse, vollständige Erläuterung von Sachverhalten und Vorgängen öffentlichen Interesses sowie fairer Darstellung verschiedener Auffassungen und Gesichtspunkte. Von besonderer Wichtigkeit ist es, Ehe und Familienleben hochzuhalten und zu unterstützen, eben weil es zu den Fundamenten jeder Kultur und Gesellschaft gehört (cf. Apostolicam Actuositatem, 11). In Zusammenarbeit mit den Eltern können die Medien und die Unterhaltungsindustrie in der schwierigen, aber hohe Erfüllung vermittelnden Aufgabe, Kinder zu erziehen, dadurch behilflich sein, dass sie aufbauende Beispiele für Leben und Liebe der Menschen darstellen (cf. Inter Mirifica, 11). Wie entmutigend und destruktiv ist es für uns alle, wenn das Gegenteil geschieht. Schmerzt nicht unser Herz in ganz besonderer Weise, wenn unsere jungen Menschen dem Einfluss von entwürdigenden oder falschen Ausdrucksformen von Liebe ausgesetzt sind, die die gottgegebene Würde jedes Menschen lächerlich machen und die Anliegen der Familien unterminieren?

4. Um zu einer konstruktive Rolle und einer positiven Wahrnehmung der Medien in der Gesellschaft zu ermutigen, möchte ich erneut auf die Wichtigkeit von drei Schritten hinweisen, die mein verehrter Vorgänger Papst Johannes Paul II. beschrieben hat und die notwendig sind für den Dienst der Medien am Gemeinwohl: Erziehung, Teilhabe und Dialog (cf. Die schnelle Entwicklung, 11).

Erziehung zum verantwortungsvollen und kritischen Gebrauch der Medien hilft den Menschen, sie intelligent und angemessen zu nutzen. Die tiefe Wirkung auf den Sinn neuer Worte und Bilder, die besonders die elektronischen Medien so leicht in die Gesellschaft einführen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eben weil zeitgenössische Medien die Kultur der Menschen prägen, müssen sie ihrerseits jeder Versuchung zur Manipulation, vor allem der Jugend, widerstehen und stattdessen dem Anliegen folgen, zu erziehen und zu dienen. Auf diese Weise beschädigen sie nicht, sondern schützen das soziale Gewebe einer zivilen Gesellschaft, die des Menschen als einer Person würdig ist.

Teilhabe an den Medien entsteht aus ihrer Natur als einem Gut, das für alle Menschen bestimmt ist. Als eine öffentliche Dienstleistung erfordert soziale Kommunikation einen Geist der Zusammenarbeit und Mitverantwortung zusammen mit strenger Verantwortlichkeit im Gebrauch öffentlicher Ressourcen und der Wahrnehmung einer öffentlichen Treuhänderrolle (cf. Ethik in der Sozialen Kommunikation, 20) einschliesslich des Rückgriffs auf Regelungen und andere Massnahmen oder Strukturen, die dazu dienen, dieses Ziel zu verwirklichen.

Drittens, schliesslich, bieten die Förderung des Dialogs durch den Austausch im Lernen, der Ausdruck von Solidarität und der Einsatz für den Frieden eine grosse Gelegenheit für die Massenmedien, die erkannt und wahrgenommen werden muss. Auf diese Weise werden sie einflussreiche und geschätzte Ressourcen zur Entwicklung der Zivilisation der Liebe, wonach sich alle Völker sehnen.

Ich bin zuversichtlich, dass ernsthafte Bemühungen zur Realisierung dieser drei Schritte den Medien helfen werden, sich richtig zu entwickeln als ein Netzwerk von Kommunikation, Gemeinschaft und Zusammenarbeit sowie dabei Männern, Frauen und Kindern behilflich sind, sich der Würde des Menschen stärker bewusst zu werden, verantwortungsvoller und offener gegenüber anderen, besonders gegenüber den Bedürftigsten und schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft (cf. Redemptor Hominis, 15; Ethik in der Sozialen Kommunikation, 4).

Abschliessend komme ich zurück auf die ermutigenden Worte des Hl. Paulus: Christus ist unser Friede. In ihm sind wir eins (cf. Eph 2, 14). Lasst uns zusammen die trennenden Mauern der Feindschaft niederlegen und aufbauen die Gemeinschaft der Liebe nach dem Plan des Schöpfers, der uns durch seinen Sohn bekannt gemacht wurde!


Aus dem Vatikan, 24. Januar 2006, Fest des Hl. Franz von Sales


Benedikt XVI.



www.oecumene.radiovatican.../index.asp
Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 1:46 PM
Montag, 13.03.2006, 15:36

Vatikan fordert respektvolle TV-Übertragungen religiöser Feiern

Beim Tod von Papst Johannes Paul II. und der Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. sei die Gefahr, die christliche Liturgie als Schauspiel darzustellen, so groß gewesen wie nie, sagte der päpstliche Zeremoniar, Erzbischof Piero Marini, am Montag in Frankfurt.



Dieser Artikel wird am Dienstag, den 14.3.2006 um 15:36 für Nicht-Abonnenten freigeschaltet!


Oh........Erzbischof Piero Marini, in Frankfurt
Auf diesen Artikel, bin ich gespannt!
Der Tod von JP II, war für mich wirklich schon ein Schauspiel, ich fande das Ganze drumherum, letztes Jahr, schon haarscharf an der Grenze.

Kirsty1
Tuesday, March 14, 2006 5:17 PM
Publikationsdatum: 2006-03-14

"Eine höchst brillante Dichte des Denkens": Warum Papst Benedikt XVI. die Massen anzieht

Interview mit Vatikan-Sprecher Joaquín Navarro-Valls

ROM, 14. März 2006 (Zenit.org).- Wenn Joaquín Navarro-Valls den Pressesaal des Vatikans verlässt und auf die Straße tritt, erkennt ihn jeder. Auch der Bischofsvikar der Diözese Rom, Kardinal Camillo Ruini, ist oft in der Öffentlichkeit zu sehen. Ebenso gewöhnt man sich in Italien an den deutschen Sekretär an der Seite Benedikts XVI., Georg Gänswein. Aber neben der Gestalt des Papstes ist im "katholischen Rom" wohl kein Gesicht so bekannt wie das des Direktors des vatikanischen Pressesaals.

Seit fast 22 Jahren ist der gebürtige Spanier und Numerarier des Opus Dei das "Sprachrohr" des Heiligen Vaters. Unzählige Pressekonferenzen hat er geleitet, auf fast allen Papstreisen war er dabei. Das vergangene Jahr war für ihn ein ganz besonderes. Der Tod Johannes Pauls II., ein ungeahnter Journalistenzustrom zum Begräbnis des alten sowie zur Wahl des neuen Papstes – Augenblicke, die dem bald Siebzigjährigen auch persönlich sehr nahe gegangen sind. Darüber sprach er mit Armin Schwibach und Guido Horst von der "Tagespost".

Auch im Winter lange Schlangen vor dem Petersdom, die Mittwochsaudienzen sind nach wie vor sehr gut besucht. Am Sonntag finden sich zum Angelus mehr Menschen auf dem Petersplatz ein, als das in früheren Jahren der Fall war. Warum? Immer noch der Reiz des Neuen?

Navarro-Valls: Nein, ich denke nicht, dass der "Reiz des Neuen" die von Ihnen festgestellte hohe Zahl der Anwesenden in St. Peter ganz erklärt. Ich denke vielmehr an den "Reiz der Religiosität". Das Thema ist weit und ich möchte es nicht mit einer Erklärung in zwei Worten banalisieren. Aber ich würde sage, dass das antichristliche Vorurteil, das in der Modernität unvermeidbar schien, zerbröckelt. Die bis vor kurzem so dogmatische positivistische Reduktion der Welt und des menschlichen Seins befriedigt nicht mehr. Man erfasst, dass der Mensch und seine Themen nicht gänzlich auf eine rein statistische, soziologische, biologische und materielle Interpretation reduziert werden können. Und der Papst ist die höchste Stimme einer anderen Sicht der Menschheit. Es verwundert nicht, dass die Zahl der Glaubenden und Nichtglaubenden, die den Papst besuchen, zunimmt.

Können Sie uns kurz schildern, wie sich die Aufmerksamkeit der Weltpresse und der elektronischen Massenmedien für den Papst und Rom als Zentrum der katholischen Kirche darstellt? Wie viele Journalisten sind beim Vatikan akkreditiert, wie viele Interviewanfragen erhalten Sie? Welche Informationen werden hauptsächlich nachgefragt?

Navarro-Valls: Wir haben 460 ständig akkreditierte Journalisten aus aller Welt. Diese Zahl vervielfacht sich auch beträchtlich, wenn ein neues Ereignis im Programm ist: eine Synode, die Vorstellung eines neuen Dokuments, der Auslandsreisen usw. Während des letzten Monats des Lebens Johannes Pauls II. übertraf die Menge der akkreditierten Journalisten die Anzahl von 5000. Die Zahl der Interviews, um die wir gebeten werden, ist natürlich hoch. Ich ziehe es jedoch gewöhnlich vor, mit allen Journalisten in den "Briefings" zu sprechen, dies vor allem, wenn das Thema von eindeutig informativem Charakter ist oder wenn eine Nachricht mitzuteilen ist. Die Anfragen um Information sind schwer zu katalogisieren. Andererseits ist sicherlich eine "Geographie des Interesses" vorhanden: Was in Amerika interessiert, kann für Europa oder Asien weniger interessant sein.

Hat sich mit dem neuen Pontifikat für Sie als Direktor der "Sala Stampa" die Arbeit verändert, vielleicht auch vermehrt?

Navarro-Valls: Sie hat sich geändert, und dennoch gibt es viel Ähnlichkeit mit der Arbeit von vorher. Die mitzuteilenden Werte und Themen sind natürlich dieselben. Es ändert sich zum Beispiel die Agenda, die Ordnung der Prioritäten… Ein neuer Pontifikat wirft neue Interessen auf, was neue Arbeit mit sich bringt.

Johannes Paul II. war ein Papst der Medien – eigentlich bis zu seinem letzten Atemzug. Hat Papst Benedikt XVI. schon einen eigenen Stil im Umgang mit den Medien entwickelt?

Navarro-Valls: Anscheinend ohne jegliche Anstrengung hat Benedikt XVI. eine Art des Bezugs zu den Medien errichtet, die mir sehr wirksam erscheint. Ich sehe in seinem Stil das Zusammenfließen zweier mitnichten gewöhnlicher Charakteristiken: zum einen ein wunderbarer begrifflicher Reichtum, eine höchst brillante Dichte des Denkens. Und zum anderen eine außerordentliche Fähigkeit, die Ideen mit einer zugänglichen Semantik auszudrücken. Die Menschen folgen fasziniert seinem Wort, das gleichzeitig von Inhalt und Zugänglichkeit erfüllt ist. Ich denke, dass dies zwei charakteristische, selbstverständlich nicht erschöpfende Elemente seiner Pastoralität sind. Gerade das, worum unsere Zeit fragt und was für sie notwendig ist.

Hat es für Sie während des Pontifikats von Johannes Paul II. Gelegenheiten gegeben, wo sie den berühmten "antirömischen Affekt" gewisser katholischer Kreise in Deutschland gespürt haben, das heißt eine gewisse Skepsis gegenüber dem Vatikan und der Römischen Kurie?

Navarro-Valls: Ich erinnere mich an ein Buch über dieses Thema von Hans Urs von Balthasar. Natürlich stellt die Geschichte für das Denken, für die Weise, die Wirklichkeit zu betrachten, ein Gewicht dar. Jenseits der Geschichte jedoch gibt es den Sinn der gemeinsamen katholischen und christlichen Identität. Jetzt hat die Kirche einen deutschen Papst. Und wenn man sich die Reaktionen in Deutschland während des Besuchs Benedikts XVI. in Köln ansieht, würde man sagen, dass jener "antirömische Affekt" fast verschwunden, oder wenigstens sehr abgeflaut ist. Vielleicht ist die Wahl Benedikts XVI. auch unter diesem Gesichtspunkt Segen bringend.

Wie ist Ihr Kontakt zur deutschsprachigen Medienwelt? Spüren auch Sie etwas von der "deutschen Stunde", die die Kirche mit der Wahl eines Deutschen zum Papst erlebt hat?

Navarro-Valls: Wir haben 41 ständig in meinem Büro akkreditierte deutsche Journalisten. Dazu kommen 28 weitere mit zeitlich beschränkter Akkreditierung. Das ist eine gute Zahl von Berichterstattern. Die Kontakte sind zahlreich und, wie mit allen anderen auch, auf eine sehr herzliche Professionalität hin angelegt. Um auf den zweiten Teil Ihrer Frage zu antworten, müsste ich mich auf das beziehen, was ich in der deutschen Presse sowohl im Moment der Wahl Benedikts XVI. als auch vor allem während der unvergesslichen Tage seines Besuchs in Köln gelesen habe. Ihre Frage scheint schon eine Antwort in den Kommentaren zu finden, die damals in Deutschaland und anderswo veröffentlicht wurden.

Wie sehen die Italiener den "papa tedesco"?

Navarro-Valls: Das müssten Sie die Italiener fragen. Sie sehen in ihm sicherlich die Pastoralität der Intelligenz, seinen einfachen und echten Gestus, seine Verfügbarkeit. Die Institution des Papsttums hat es erlaubt, dass der Mensch Ratzinger sich gänzlich zum Ausdruck bringen kann. Schließlich jedoch, in unserer globalisierten Zeit, frage ich mich, ob wir nunmehr nicht alle auf die geschichtliche Überwindung der "Italianität" der Päpste vorbereitet sind.

Eine schwierige Frage: Könnten Sie vielleicht das geistige Erbe skizzieren, das Johannes Paul II. der Kirche und der Welt hinterlassen hat?

Navarro-Valls: Das ist nur deshalb schwierig, weil ich eine sehr lange Antwort geben müsste. Nur eine solche könnte 22 Jahre abdecken! Zusammengefasst würde ich sagen: In einer Epoche, in der die religiöse Dimension der Existenz ins Private, in die soziale Unerheblichkeit fortgeschafft worden war, hat Johannes Paul II. die Themen Gottes ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt: die Frage nach dem Sein, die ethische Frage, der Sinn des Lebens und der Geschichte… In gewisser Weise hat er die Auseinandersetzug mit der Transzendenz unausweichlich gemacht. Mit einer Transzendenz jedoch, die persönlich, die Gott selbst, die Barmherzigkeit ist. Zu diesem Prozess haben die Medien natürlich – bewusst oder unbewusst – in bemerkenswerter Weise ihren Beitrag geleistet.

Welche Momente des langen Pontifikats von Karol Wojtyla haben Sie persönlich ganz besonders bewegt?

Navarro-Valls: Wenigstens bis jetzt ist es für mich fast unmöglich, einen Moment von den anderen abzusondern: Alles ist ein einziges Ganzes, das mit Bedeutung und Gefühlen erfüllt ist. Jede einzelne Minute, angefangen mit dem Attentat, seiner so voll und ganz akzeptierten und gelebten Krankheiten; seine heitere Freude und seine gute Laune, die ihn nie verlassen haben; seine große Fähigkeit zu abstraktem Denken und zusammen damit seine Zartheit im Kontakt mit jeder einzelnen Person… Vielleicht bewegte es mich besonders, die Dichte seines langen Gebets zu sehen, in jedem Umstand, sowohl während der Reisen, bei den Gelegenheiten, als ich ihn in die Berge begleitete, als auch in der Intimität seiner Wohnung.

Ihr Wunsch für die Zukunft: Wo könnte die vatikanische Informationspolitik noch schlagkräftiger und überzeugender werden?

Navarro-Vals: Das Grundthema ist immer dasselbe: Will man an der Mediendynamik teilnehmen oder nicht? Wenn die Entscheidung für das Ja ausfällt, dann wird man, wie dies in diesen Jahren der Fall war, weiterhin eine Anstrengung der Öffnung und der Angleichung an die Parameter der modernen Information machen müssen. Eine ständige Anstrengung sowohl in der Semantik als auch in der Rechtzeitigkeit bei der Verbreitung der Information. Ich bin davon überzeugt, dass man in diesem Bereich nicht einfach reaktiv sein darf. Man kann und muss bereit und aktiv sein, dies mit der Sicherheit, dass das Universum der menschlichen und christlichen Werte, deren Trägerin die Kirche ist, von sehr großem Interesse für die Menschen unserer Zeit ist.


[© Die Tagespost, 04.03.2006]




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Kirsty1
Friday, March 17, 2006 8:25 PM
Publikationsdatum: 2006-03-17

Papst Benedikt über die Aufgabe der Medien: Nach dem Guten streben, nicht nach dem Profit

Audienz für die Mitglieder der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel

ROM, 17. März 2006 (ZENIT.org).- Beim Empfang der Mitglieder der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel rief Benedikt XVI. heute Vormittag die Medienvertreter dazu auf, "Protagonisten der Wahrheit und Förderer des Friedens" zu sein.

Der Heilige Vater lobte das Engagement derjenigen, die im "wichtigen Apostolat" der sozialen Kommunikation beruflich tätig sind, denn diese Tätigkeit bedeute "sowohl eine direkte Form der Evangelisierung als auch einen Beitrag zur Förderung all dessen, was für die menschliche Gemeinschaft gut und wahr ist". Anschließend verwies er auf seine erste Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (28. März 2006), in der er über die Vorstellung von Medien als einem Netzwerk nachdenkt, "das Kommunikation, Gemeinschaft und Kooperation fördert".

Papst Benedikt erinnerte daran, dass "das Dekret des II. Vatikanischen Konzils 'Inter Mirifica' bereits die enorme Macht der Medien, die gesamte menschliche Gesellschaft zu beeinflussen, anerkannt hatte. 40 Jahre später bemerken wir mehr denn je die dringliche Notwendigkeit, diese Macht zum Wohl der ganzen Menschheit einzusetzen."

Das große Bild eines Lebens in Gemeinschaft "erfasst alle Aspekte unseres Lebens als Christen. Für euch wird dies zur Herausforderung, die Medien und die Unterhaltungsindustrien dazu zu ermutigen, auf dass sie Protagonisten der Wahrheit und Förderer des Friedens sind." Um einer derartigen Herausforderung entsprechen zu können, "bedarf dieses Engagement fester Werte seitens derer, die in der an Einfluss so reichen Medienindustrie arbeiten, damit die Förderung des Gemeinwohls niemals zugunsten eines egoistischen Strebens nach Profit oder eines ideologischen, wenig glaubwürdigen Programms geopfert wird."

Benedikt XVI. wies zudem auf die dringliche Notwendigkeit hin, "die Ehe und das Familienleben – Grundlage jeder Kultur und Gesellschaft – aufrechtzuerhalten und zu unterstützen". Kindern und Jugendlichen sollten "erbauende Vorbilder des Lebens und der menschlichen Liebe" gezeigt werden, die die "von Gott einer jeden Person gegebene Würde weder erniedrigen noch ins Lächerliche ziehen und den Wert der Familie nicht vermindern".

Abschließend lud der Papst die Verantwortlichen dazu ein, dem Guten und Wahren in der Gesellschaft zum Durchbruch zu verhelfen sowie "das Falsche und insbesondere jene verderblichen Tendenzen anzuzeigen, die die innere Struktur der Zivilgesellschaft untergraben".




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